Im Atelier des Künstlers: Wie die „Ökologie des Kosmos“ entsteht

27. Februar 2026

Hinter jedem Kunstobjekt der Ausstellung steht nicht nur eine Idee, sondern ein langer Prozess in der Stille des Ateliers. Wir haben den Öko-Künstler Sergej Koschuchowski besucht, um zu sehen, wie die künftigen Exponate Gestalt annehmen.

Auf den ersten Blick ist es Chaos. Auf dem Tisch liegen Mikrochips, Radioteile, Platinen, Metallelemente. Was für den gewöhnlichen Menschen Elektroschrott ist, ist für Sergej eine Palette. In den Händen des Künstlers verlieren diese technologischen Artefakte ihren Nutzwert und werden Teil einer neuen Sprache.

Jedes Teil trägt die Spuren seiner Zeit. Meine Aufgabe ist es nicht nur, sie zu einer Komposition zusammenzufügen, sondern den Punkt der Spannung zu finden, an dem Technik aufhört, Technik zu sein, und zur Aussage wird – sagt Sergej.

In Koschuchowskis Objekten gibt es keine zufälligen Elemente. Die Verbindung entsteht auf der Ebene von Rhythmus, Textur, innerer Logik. Alte Platinen bekommen ein zweites Leben und fügen sich zu Strukturen, die an Sternkarten oder an Schemata von Orbitalbahnen erinnern. Genau das ist Artcycling – die Verwandlung der Abfälle der Zivilisation in Kunst, die über den Preis des Fortschritts nachdenken lässt.

Besondere Aufmerksamkeit gilt der Harmonie. Bei aller Technizität der Materialien spürt man in den Arbeiten eine fast juwelierhafte Präzision. Die harten Linien der Mikrochips werden durch die Plastizität der Form gemildert, das Chaos der Teile ordnet sich der Komposition unter.

Das Ergebnis dieser akribischen Arbeit wird schon sehr bald zu sehen sein.

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Bis dahin blättert durch das Karussell und schaut euch die Details der Prozesse an, die dem Betrachter sonst verborgen bleiben 👉🏻