Ausstellungsprojekt über Weltraumschrott im Orbit und die zweite Geburt der Materie. Zum 65. Jahrestag des Fluges von Juri Gagarin. Moskau, Frühjahr 2026
Zur GalerieWir sind es gewohnt zu denken, dort oben sei die Leere. Ein unbeschriebenes Blatt. Doch die Leere hat Dichte bekommen: Sie ist erfüllt von unserer Gegenwart, unserem Ehrgeiz, unserem kalten Metall.
Tippen Sie auf einer Karte auf (i) – Quelle und Datum. Bei der Masse des Schrotts lässt sich auf die Zahl klicken – ein Vergleich für den Maßstab.
Der Müll auf der Erde und der Müll im Orbit sind ein und dieselbe Substanz. Eine einzige industrielle Spur, die wir zuerst aus dem Inneren des Planeten gerissen und dann über unsere Köpfe geschleudert haben.
Der Kosmos hat sich das Beste genommen: Das reine Metall ging in die Hülle der Raketen und in die Elektronik der Satelliten. Unten blieben die Berge aus Schlacke, die wir gewohnt sind zu übersehen. Ich gebe dieser Materie das Recht zurück, Kunst zu sein. Diese Methode heißt Artcycling: verbrannte Platinen, Vakuumröhren und Kippschalter einer großen Epoche werden von den Schichten der Zeit befreit und zu neuen Bedeutungen zusammengesetzt.
Die Müllberge im Orbit sind eine Herausforderung für unseren Verstand und unseren Geist. Wir sind bereits vollwertige und verantwortliche Bewohner des Universums. Es ist Zeit, sich entsprechend zu verhalten.
„Ökologie des Kosmos“ entstand aus der Verschmelzung zweier künstlerischer Blicke auf die technologische Spur der Menschheit.